Andreas Moster

Wir leben hier, seit wir geboren sind

Roman
Cover: Wir leben hier, seit wir geboren sind
Eichborn Verlag, Köln 2017
ISBN 9783847906278
Gebunden, 176 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Ein Fremder kommt in das abgelegene Dorf in den Bergen, das vom Kalkabbau lebt. Fünf Freundinnen beobachten Georg Musiel dabei, fünf Mädchen, die keine Kinder mehr sind und noch nicht Frauen. Musiel soll die Leere des Kalksteinbruchs bestätigen - doch mit dem Steinbruch stirbt das Dorf, und deshalb wird Musiel argwöhnisch beobachtet. Als ein Unfall geschieht, kommen Ereignisse ins Rollen, ein Mädchen verschwindet und die Dorfbewohner müssen sich entscheiden: Folgen sie den Vätern oder wagen sie den Schritt in eine unbekannte Welt?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2017

Rezensent Jan Wiele würde gern mehr lesen von Andreas Moster nach dem Genuss dieser Novelle (nicht Roman, wie Wiele betont). Den Text über einen Fremden, der eine patriarchalische Dorfgemeinschaft durcheinanderwürfelt, vermag er nicht zu fassen, kommt er doch mit Anleihen an Kafka, Hofmannsthal, das Märchen und den Heimatfilm daher. Zum Beispiel fühlt sich Wiele eingeladen, vieles im Text allegorisch zu lesen, dann wieder psycholanalytisch, dann phantastisch, dann wieder ganz gegenwärtig und diesseitig. Ein jedenfalls außergewöhnliches Buch, findet der Rezensent, auch wenn der Autor mitunter etwas allzu sehr poetisiert.

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