Afrika: Das sind Bilder von überfüllten Flüchtlingsbooten, blutigen Bürgerkriegen und korrupten Regimes. Doch gleichzeitig gehen immer mehr Menschen nach Afrika, um dort zu arbeiten und die Chancen zu nutzen, die der Kontinent ihnen bietet. Wie passt das zusammen? Die Wirtschaft entwickelt sich rasant: Sechs der zehn wachstumsstärksten Länder der Erde liegen in Afrika. Der Kontinent verfügt über zahlreiche Rohstoffe, und die Menschen sind jung und immer besser ausgebildet. China hat das erkannt und investiert mit atemberaubender Geschwindigkeit in die dortige Infrastruktur. Wir müssen uns anstrengen, wenn wir die Chancen des Afrika-Booms nicht verschlafen wollen - sonst werden andere sie nutzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2015
Andreas Eckert lernt bei den Journalisten Andreas und Frank Sieren zweierlei: Erstens, dass in Afrika ein enormes Potenzial zur wirtschaftlichen Stimulation schlummert, das gerade von China, Japan und Indien, aber bislang kaum von Deutschland entdeckt wird. Und zweitens, dass diese Perspektive mit allerhand unbeantworteten Fragen verbunden ist. Etwa nach der Marginalisierung von Kleinbauern, nach allzu rücksichtslosem Landgrabbing oder dem Umgang mit den Problemen auf dem Kontinent, Korruption, ethnischen Konflikten, Armut. Ganz so fortschrittsoptimistisch, wie die Autoren es hier ausmalen, scheint Eckert die Sachlage dann doch nicht zu sehen. Dem Aufruf der Autoren zu mehr wirtschaftlichem Engagement täte etwas mehr Sensibilität für die Krisen und Konflikte in Afrika ganz gut, scheint er zu denken.
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