Aus dem Englischen von Mechthild Barth. Die Reichen und Schönen auf Südafrikas gefährlichen Straßen zu schützen - das ist der Job von Mace Bishop und Pylon Buso. Zwei frühere Waffenschmuggler, die aus der Angst anderer Profit schlagen. Und die vor allem hoffen, dass ihre düstere Vergangenheit sie nicht einholt. Doch dann steigen sie in einen dubiosen Grundstückshandel ein, um Geld zu waschen. Und plötzlich sind ihnen zwei Männer auf den Fersen: ein korrupter Politiker und ein Auftragskiller. Und Mace muss einen zwielichtigen Geschäftsmann in Berlin treffen. Ihr Leben und das ihrer Familien gerät aus den Fugen. Und hinter allem scheint eine alte Bekannte zu stecken: Die Anwältin Sheemina February hat eine Rechnung mit den beiden offen...
Nicol verliert bei aller Turbulenz nicht das Ziel seines Erzählens aus den Augen: Die Spuren der Gewalt, die sich der südafrikanischen Gesellschaft eingeprägt haben. Die geleugnete Gewalt, verdrängte Schuld und alte Ungerechtigkeit der Apartheid kehren im Südafrika des Regenbogen wieder: als Unrecht, Rache und Macht des Geldes... Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 01.02.2013
Wie viele andere südafrikanische Autoren trägt Mike Nicol grundlegende Zweifel an der Funktionalität der dortigen staatlichen Strukturen in seine Literatur, weiß Sylvia Staude. In "killer country" hat sich das "schwarz-weiße Duo" Pylon und Mace vom Waffenhandel abgewandt, um einen privaten Sicherheitsdienst zu gründen - ob das eine Verbesserung bedeutet, scheint der Rezensentin zumindest fraglich. Ihre Arbeit als Bodyguards nehmen die beiden aber nur bedingt ernst oder haben das Geschäft der "ganz großen, skrupellosen Fische" inzwischen verlernt. Diese Fische setzen einmal mehr das "Rad der Gewalt" in Gang und der Staat vermag nicht, ihnen Einhalt zu gebieten, eigentlich versucht er es gar nicht. Der pure Sozialdarwinismus, den Nicol präsentiert, lässt keine Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft zu - Südafrika "ist nicht mehr zu helfen", wenn man ihm auch nur ein wenig Glauben schenkt, erklärt die Rezensentin.
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