Aus dem Italienischen von Rosemarie Griebel-Kruip. Mit Illustrationen von Gaia Marfurt. Angela Nanetti erzählt aus der Sicht des jungen Tonino von außergewöhnlichen Großeltern, über das Verhältnis zwischen den Generationen, das Leben und den Tod, die Beziehung zwischen Mensch und Natur, über Lebensfreude und Leid. Sie schreibt über den schmerzhaften körperlichen und geistigen Verfall des Großvaters, der ein Mensch außerhalb jeder Norm war. Der Kirschbaum wird zu einem Symbol des Weiterlebens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2002
Ein Buch, gegen das "gew" nicht viel mehr einzuwenden hat, als dass es zu nett ist. Oder zu harmlos. Vielleicht auch zu sentimental. Der zehnjährige Tonino erzählt rückblickend von seinem Großvater Ottaviano - der sich mittlerweile in einen Kirschbaum verwandelt hat - und schildert dabei das Leben auf dem Land in der "guten, alten Zeit", eine Zeit der Naturverbundenheit, mit eigensinnigen Alten und phantasiereichen Kindern, die sich gegenseitig mit ihrem staunenden Kinderblick auf die Welt befruchten und beflügeln. "gew" ist das alles ein bisschen zu stimmungsvoll, zu stimmig, auch wenn Themen wie Tod, Trennung und Krankheit nicht ausgespart werden. Zu viel Optimismus kann nicht jeder vertragen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2001
Angela Nanettis Buch beschreibt, wie das Stadtkind Tonino bei seinen Grosseltern auf dem Land Zuwendung und Geborgenheit findet und dort Dinge lernt, die ihm auch in seinem späteren Leben weiterhelfen können. Dieses Gefühl zu beschreiben, gelingt der Autorin nach Meinung von Rezensentin Sybil Gräfin Schönfeldt sehr gut. Sie findet in dem Buch jedenfalls eine ähnliche Atmosphäre wie bei den Geschichten aus Hogwart und Bullerbü.
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