Der kleine Herr Jaromir wohnt im sechsten Stock. Wenn er mit dem Aufzug fährt, springt er so hoch er kann und drückt auf den Knopf. Meist schafft er es bis zur Vier. Die restlichen zwei Treppen geht er dann zu Fuß. Eigentlich ist Herr Jaromir ein Glückspilz: Er macht die allergrößten Seifenblasen und gewinnt in der Landmann-Joghurt-Müll-Lotterie. Und er erlebt so allerhand. Einmal bleibt er drei Tage lang im Aufzug stecken und pflanzt dort Tomaten an - eine Spezialzüchtung für Gegenden mit wenig Sonne. Schade, dass der kleine Herr Jaromir auf dem Jahrmarkt zu viele Luftballons kauft. Denn als er alle in der Hand hält, fliegt er einfach davon ...
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.03.2002
Einen wie Herrn Jaromir hätt Sigrid Scherer auch gern zum Bekannten. Ein bisschen erinnert er ja an Pan Tau, der Herr Jaromir, lieb ist er und voller verrückter Ideen, "ein großes Kind" eben. Wie es dem Autor gelingt, die Perspektive dieses Erwachsenen mit dem kindlichen Blick (der eben kein Kinderblick ist!) auf die Welt glaubhaft zu gestalten, hat der Rezensentin imponiert. Zwar: Die Technikfeindlichkeit des Buches wirkt auf Scherer mitunter ein wenig bitter, "und über den Episoden aus dem Leben des weisen kleinen Ritters liegt zarte Wehmut". Vermissen aber tut sie ihn schon jetzt.
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