Angela Winkler

Mein blaues Zimmer

Autobiografische Skizzen
Cover: Mein blaues Zimmer
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2019
ISBN 9783462048230
Gebunden, 240 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Eigentlich führt die Schauspielerin Angela Winkler mehr als ein Leben: für die Bühne, für den Film - und gleichermaßen für ihre Familie. In "Mein blaues Zimmer" erzählt sie von diesen Leben, nimmt uns mit hinter die Kulissen ihres geliebten Theaters und berichtet von den Erfahrungen, die sie zu der Frau gemacht haben, die sie heute ist. Winkler erzählt von all den Dramen, wie sie im Leben so plötzlich eintreten: den verpassten Augenblicken, Möglichkeiten und Unglücken ebenso wie von den Glücksmomenten, Erfolgen und prägenden Begegnungen. Sie erinnert sich an ihre Anfänge als Schauspielerin am legendären Theater in Castrop-Rauxel und beim Neuen Deutschen Film, an die vielen fast verfallenen Häuser in Italien und Frankreich, die sie gemeinsam mit ihrem Mann umgebaut und zum Leben erweckt hat, und lässt uns an ihrer Liebe zur Natur teilhaben. Wir stehen mit ihr auf der Bühne und vor der Kamera, begleiten sie bei ihrer Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Peter Zadek, Klaus-Michael Grüber, Robert Wilson oder Volker Schlöndorff - und bei ihren kleinen und großen Fluchten aus dem Theaterbetrieb. Sie erzählt von ihrer Familie, ihrer Mutter, die über 100 Jahre alt wurde, von der Geburt ihrer vier Kinder und nicht zuletzt vom Alt-Sein als Künstlerin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2025

Rezensentin Irene Bazinger liebt die sonore Stimme Angela Winklers. Darum gefällt ihr Winklers Lesung ihrer Autobiografie von 2019 noch mal so gut wie die Lektüre. Humor, Freiheitsdrang und unbedingte Theaterliebe in den Szenen und Skizzen des Buches kann Bazinger nun auch hören. Hingerissen ist sie von Winklers Persönlichkeit, die sich für Bazinger besonders im Drang zum Unperfekten äußert, in Husten, Rascheln, lautem Lachen, Räuspern, Fragen. Charmant, findet die Rezensentin. Geschichten aus der persönlichen Sphäre wechseln sich ab mit Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Zadek, Wilson, Grüber. Alles klar, verschmitzt und hellsichtig vorgetragen von dieser großen Schauspielerin, freut sich Bazinger. Etwas Liebe zum Metier braucht der Hörer allerdings, meint sie. 
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2019

Rezensentin Irene Bazinger ist ganz verliebt in Angela Winkler und die autobiografischen Skizzen, die sie zusammen mit der Dramaturgin Brigitte Landes verfasst hat. Unangestrengt und unabhängig wie auf der Bühne kommen die Text für sie daher, direkt und subjektiv. Frei, assoziativ und mit offenem Blick erzählt Winkler laut Bazinger Privates und Berufliches und verwandelt es in etwas Allgemeingültiges. Für Klatsch ist kein Platz, stellt Bazinger fest, dafür für Gedanken über die fruchtbare Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Zadek oder Grüber, ergänzt um (Szenen-)Fotos. Schade, dass kein Rollenverzeichnis dabei ist, findet die Rezensentin.
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