Aus dem Niederländischen von Stefanie Ochel. Wie überlebt man die größte Einsamkeit, den tiefsten Schmerz? Und wie wird aus früh erfahrener Ablehnung mutige Selbstbehauptung? Ein junger Mann kehrt nach dem Tod der Mutter in seine Heimat an die Küste Flanderns zurück. Hier trifft er nach vielen Jahren seine erste große Liebe wieder, die ihm nach wie vor Nähe und Zuflucht spendet. Er stellt sich aber auch den schmerzhaften Erinnerungen an seine traumatische Kindheit: an seine ihn misshandelnde Mutter und die Entdeckung seiner Homosexualität in einer Welt, in der es dafür keinen Platz gab. Seine Reise verbindet Liebesgeschichte, Abschied von der Vergangenheit und hoffnungsvollen Neubeginn auf eindrucksvolle Weise.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.04.2024
Rezensentin Katharina Borchardt zeigt sich beeindruckt von Angelo Tijssens Romandebüt. Es handelt von einem namenlosen Mann, der in seine Heimat, einen namenlosen Ort an der belgischen Küste zurückkehrt, und dort einen guten Freund wiedersieht. Zwischen den beiden bleibt vieles unausgesprochen und Andeutung, so Borchardt, dafür sind die Erinnerungen des Erzählers umso klarer, sie handeln unter anderem von den Misshandlungen durch seine alkoholkranke Mutter, die er erleiden musste. Auch dank Stefanie Ochels ausgezeichneter Übersetzung fügt sich das zu einem eindrucksvollen Roman voll zärtlicher Intensität, der außerdem eine Liebesgeschichte erzählt, lobt die sehr angetane Rezensentin.
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