Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Weihnachten steht vor der Tür und Stig, von seiner Mutter nur zärtlich Zwiebelchen genannt, hat gleich zwei große Herzenswünsche: Er hätte gern ein Fahrrad und er möchte endlich seinen Papa kennenlernen! Doch seine Mutter hat nicht genug Geld für ein Fahrrad und mit Stigs Vater will sie nichts zu tun haben. Im Dorf gibt es einen gewissen Karl, einen komischen Vogel. Man munkelt, er könne Hühner hypnotisieren … Und was bei Hühnern klappt, klappt ja vielleicht auch bei Müttern? Das Hypnotisieren erweist sich als schwierig, aber am Ende gehen Zwiebelchens Wünsche alle in Erfüllung - wenn auch nicht ganz so, wie er sich das vorgestellt hatte.
Gar nicht oft genug kann Annette Pehnt betonen, wie unsentimental und anschaulich die schwedische Autorin Frida Nilsson eine Weihnachtsgeschichte erzählen kann. Für Kinder nicht erst ab 8, wie Pehnt versichert, bietet die Autorin das Bild einer prekären Weihnacht, bei der das schönste Geschenk ein Vater unterm Weihnachtsbaum wäre. Wie realistisch und komisch und unter Verzicht auf große Dramen Nilsson ihre überschaubare Geschichte darbietet, nimmt Pehnt für das Buch ein. Und ein Happy End gibt es auch, meint sie.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.11.2015
In Frida Nilssons Kinderbuch "Frohe Weihnachten, Zwiebelchen!" wünscht sich der siebenjährige Stig ein Fahrrad und einen Vater, aber nach Aussage der Mutter stehen die Chancen für beides eher schlecht, erzählt Rezensentin Judith Scholter. Stig, das Zwiebelchen, beschließt, seinen Wünschen auf die Sprünge zu helfen und sorgt dabei für reichlich Chaos, fasst die Rezensentin zusammen, die beeindruckt ist von der Empathie, die Nilsson für die Lebenswelt eines Siebenjährigen an den Tag legt.
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