Mit 70 Farbfotos. Mit Texten von Anja Pinter-Rawe und Maakor Quarmyne und einem Gespräch zwischen Rania Odaymat und Ann-Christine Woehrl. Erzählt wird hier die Geschichte von Frauen, die, als Hexen stigmatisiert, dem Tod nur knapp entkommen sind. Noch heute werden weltweit Frauen Opfer von Gewalt, die auf dem Hexenglauben gründet, allein in Afrika sind es tausende. Im Norden Ghanas hat Ann-Christine Woehrl Frauen getroffen, denen genau das widerfuhr. Von ihren Familien verstoßen und aus ihren Dörfern vertrieben, fanden sie Zuflucht in sogenannten Hexendörfern. Mit ihrer konzeptionellen Porträtserie vor schwarzem Hintergrund zeigt die Fotografin, wer diese Frauen sind - in all ihrer Würde und mit all ihrem Stolz. Mit fünf Prozent aus den Bucherlösen sowie zehn Prozent aus den Erlösen der Sonderedition wird das ghanaische Hilfsprojekt Witchhunt Victims Empowerment Project unterstützt, das solche Orte der Zuflucht schafft und aufklärt: www.witches-in-exile.com
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2021
Ghana gilt als "Vorzeige-Demokratie", dennoch ist der Glaube an Hexen tief verwurzelt, weiß Rezensentin Carolin Gasteiger. Ganz gleich ob finanzielle Probleme, Tod eines Angehörigen oder Unwetter - aus Aberglauben werden jene Frauen für alle Arten von Unglück verantwortlich gemacht, ausgeschlossen leben sie in eigens gegründeten Dörfern, fährt die Kritikerin fort. Zwei dieser Dörfer, in denen diese "Witches in Exile" leben, hat die deutsch-französische Magnum-Fotografin Ann-Christine Woehrl besucht, um die Ausgegrenzten zu fotografieren. Bewegt betrachtet Gasteiger die Porträts der Frauen, deren Kleider leuchten, während die Augen oft "trüb" erscheinen.
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