Eva ist eine gestresste, halb alleinerziehende Mutter und ist schnell überfordert, wenn gleichzeitig die Wäsche gewaschen, ihr Sohn von der Schule abgeholt und eingekauft werden muss. Aber wenn Lasse bei seinem Vater ist, verfällt sie gern wieder ihrer Berliner Neunzigerjahre-Party-Vergangenheit. Am liebsten würde sie mit ihrem Sohn ein ganz "normales" und geregeltes Leben führen, doch als Architektin findet sie keine Arbeit, die zu ihrem Lebensrhythmus mit Kind passt, und dann sind da auch noch diese Männer ... Mit Tom verbindet sie eine alte DJTänzerin-Symbiose. Er ist ein Spieler und Aufschneider und einfach kein alltagstauglicher Typ. Trotzdem versteift er sich auf die Idee, unbedingt eine Frau heiraten zu müssen. Kolja hingegen ist ein echter und auch ernst zu nehmender Künstler und lebt nur für seine Berufung. Dafür bewundert Eva ihn über alle Maßen. Und Wolf ist zwar für sie "der böse Wolf", aber er kann auch noch viel mehr sein. Hin und her gerissen zwischen diesen drei Männern, zwischen Vergnügungslust und Alltagsfrust, zwischen finanziellen Engpässen und einer Berliner Boheme, wo es von Überlebenskünstlern nur so wimmelt, versucht sie, ihren eigenen Platz zu finden. Eines Tages stolpert sie mit ihrem Sohn über einen Ausweg, ja fast einen Lebenstraum. Bald schon entdeckt Eva ihr wahres Paradies.
Rasant geschrieben, schrill und schmissig findet Rezensent Rene Hamann diesen Thirty-Something-Roman über das Leben zwischen Hartz IV, Partyhopping und Muttersein. Er gehöre zu den Büchern, die das Genre des Schundromans aus feministischer Sicht neu erfinden würden. Was der Rezensent, trotz verschiedener kompositorischer Mängel des Romans, insgesamt doch als Kompliment versteht. Es gehe um Eva, eine "Partymaus im soliden Alter" und ihre Glücksversuche zwischen den Misslichkeiten geldloser Boheme-Existenz, Leiden an unverbindlichen Männerbeziehungen und alleinerziehender Mutterschaft. Kurz: eine "Loserinnenbiografie", allerdings eine, die den Rezensenten "bis an die Schmerzgrenze" unterhält.
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