Die evolutionäre Anthropologin Anna Machin erzählt die Geschichte der Vaterschaft von ihren evolutionären Anfängen vor einer halben Million Jahren bis heute und erkundet anhand von neuesten Studien aus der Neurowissenschaft, Genetik, Biologie, Soziologie und Psychologie, was es bedeutet, Vater zu sein, und welche besondere Rolle Väter im Leben ihrer Kinder spielen. Welche Auswirkungen hat die Kenntnis, Vater zu werden, auf den Mann, wie beeinflussen unsere Gene und unsere Erziehung das Verhalten als Vater, wie unterschiedlich ist die Rolle des Vaters in den Gesellschaften der Welt definiert? Dieses erkenntnisreiche und unterhaltsame Buch stellt den Vater in ein völlig neues Licht. Ein unverzichtbares Buch für Väter und Mütter, für die, die ihre Beziehung zu ihrem Vater reflektieren wollen, für angehende Anthropologen und Soziologen, die über diese wichtige Rolle nachdenken, für eine Gesellschaft, in der sich das Vaterbild rasant verändert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2020
Väter werden an diesem Buch Freude haben, versichert Rezensentin Kerstin Maria Pahl: Denn die Anthropologin Anna Machin erzählt ihr hier nicht nur die Kulturgeschichte der Vaterschaft, sondern tritt auch an, die Rolle des Vaters zu stärken, fährt die Kritikerin fort. Sie erfährt hier, dass nach der Geburt des Kindes der Testosteronspiegel des Vaters zwecks "Nestbau" sinkt, Väter ebenfalls an einer Wochenbettdepression erkranken können oder liest nach, wie wichtig die Erfindung des Ultraschalls war, um auch Väter an der Schwangerschaft teilhaben zu lassen. Einiges hat Pahl allerdings auch an Machins Studie auszusetzen: Wenngleich die Autorin homosexuelle und kollektive Vaterschaftsmodelle miteinschließe, bleiben ihre Vorstellungen einer glücklichen Familie doch recht "traditionell", wendet die Rezensentin ein. Das Einbeziehen aktueller Studien und das laienfreundliche Verpacken komplexer Zusammenhänge verbucht sie als Gewinn, auf "Binsenweisheiten" von Vätern und den gelegentlich "salopp" geschwätzigen Ton hätte sie indes gern verzichtet.
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