Mit zahlreichen Abbildungen. Lise Meitner (1878 ? 1968) forschte und lehrte an der Seite Otto Hahns. Als Einzige begriff sie die Bedeutung eines scheinbar misslungenen Experiments: Sie deutete das Ergebnis als Kernspaltung. Auch später im Exil setzte sie ihre Arbeit fort, betrachtete jedoch die wissenschaftliche Kettenreaktion, die sie ausgelöst hatte, aus skeptischer Distanz.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.02.2002
Pech für den Verlag und seine Autorinnen, dass zeitgleich mit dieser Meitner-Biografie die bislang geheimen Briefe von Niels Bohr veröffentlicht worden sind. So fällt der Rezensentin Jeanne Rubner um so mehr auf, dass die Diskussion um die Atombombe der Nazis in dieser Biografie viel zu kurz kommt. Dies sei jedoch kein Vorwurf an die Autorinnen, betont Rubner, und beschreibt die Isolation Lise Meitners im schwedischen Exil. Als Manko empfindet sie jedoch die dürftige Schilderung, weshalb Meitner bei der Nobelpreisvergabe leer ausgegangen ist. Schließlich seien 1996 vom Nobelpreis-Komitee die Unterlagen über die Diskussionen im Komitee freigegeben worden - für die seither erste Biografie wäre das Aktenstudium unverzichtbar gewesen, meint Rubner. Auch das ambivalente Verhältnis Meitners zu Otto Hahn kommt ihr zu knapp weg - alles in allem eine ordentliche, aber kaum aufsehenerregende Biografie, schließt Rubner ihre Rezension.
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