Reinhard Osteroth ist sehr beeindruckt von diesem Buch und spricht eine nachdrückliche Empfehlung aus, trotz durchaus gemischter Gefühle. Es sei wieder mal ein ehrgeiziges Projekt, an das sich die Niederländerin Anne Provoost gewagt hat: die Neuerzählung der biblischen Geschichte von der Sintflut. Keine leichtgängig-frische Aufbereitung erwarte den Leser, sondern ein beschwerlicher Gang durch eine "fremde, archaische Welt", geführt von der Ich-Erzählerin Re Jana, deren Vater Widerstand leistet gegen Noah und viele kleine Boote neben der einen, großen Arche fahren lassen will - die Sünder sollen überleben. Vieles, etwa das langsame Eindringen des Wassers in den Roman und die wuchtigen Motive, findet Osteroth großartig. Anderes an Provoosts "ausladender" Bibelexegese erscheint ihm ein wenig zuviel des Guten. "So hat man", konstatiert er, "ein Buch gelesen, dem eine mutige Kürzung gut getan hätte - und doch ist man immer wieder abgetaucht in diese andere Welt, bereut kaum eine Seite dieses sperrig-wagemutigen Buches."
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…