Die Welt ist im Wasser versunken. Der Stadtkern Berlins ist innerhalb einer gigantischen Mauer verschont geblieben. Fünf Menschen leben darin, fünf 'Ewige', die jeden Sommer den anreisenden 'Fremden' die alte Welt zeigen und ihr Wissen weitergeben. Im Winter sind sie sich selbst überlassen und leben und lieben in verschiedenen Konstellationen. Wird eine der zwei Frauen und drei Männer krank oder altert, verschwinden sie und ein Kind gleichen Namens und gleichen Aussehens kommt in die Stadt. Bis eine der 'Ewigen' diesen Zyklus durchbrechen will.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.08.2024
Rezensentin Cornelia Geißler rätselt über das Buch von Anne Reinecke. Ist es überhaupt ein Roman, eine Dystopie? Mit seinem begrenzten Handlungsrahmen erinnert es sie an die "Tribute von Panem". Dann wieder spielt Recherchiertes eine Rolle, Zitate von Brecht und Bowie, Berliner Topografie und Historisches wie die deutsch-deutsche Teilung. Die handelnden Figuren agieren und sprechen mitunter kryptisch, findet Geißler. Die Motive Flucht und Ewigkeit scheinen das Buch zu prägen, ahnt sie, aber ein Ziel fehlt dem Roman.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…