Kjona Verlag, München 2026
ISBN
9783910372696 Gebunden, 336 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Andrea O' Brien. Rasend schnell breitet sich das Virus über die ganze Welt aus und die Menschen verlieren nach und nach ihre Erinnerungen. Auf der Suche nach einem Gegenmittel nimmt eine kleine Gruppe Freiwilliger an einem lukrativen Experiment teil. Unter ihnen: die 27-jährige Meeresbiologin Neffy. Neffy braucht das Geld. Ihr Arbeitgeber hat sie verklagt, weil sie einen Oktopus aus einem Labor befreit hat, der in ihr seltsame Erinnerungen an ihre Kindheit wach rief. Als das Experiment zutage fördert, dass das Gegenmittel nur bei Neffy wirkt, kippt die Stimmung in der Gruppe. Und Neffy versucht, irgendwie zu ihrem Stiefbruder Justin zu entkommen, von dem sie annimmt, dass er 100 Kilometer entfernt an der Küste Dorsets auf sie wartet.
Rezensentin Marie Schoeß staunt: Der neue Roman von Claire Fuller könnte finsterer kaum sein, und doch hat die Kritikerin Spaß. Denn der Roman steckt voller irrwitziger Ideen: Meeresbiologin Neffy verliert ihren Job, nachdem sie einen Oktopus in die Freiheit entlassen hat, meldet sich daraufhin zu einem Impfstofftest an, wacht wieder auf und stellt fest, dass sie eine der wenigen Überlebenden in einem postapokalyptischen London ist. Den Horror und die Stimmung des "Klaustrophobischen" kann die Kritikerin mitempfinden, besonders aber lobt sie jene Passagen, in denen Fuller ihre Heldin dank eines Koffers Erinnerungsreisen in eine glücklichere Vergangenheit antreten und mit allen Sinnen ausschöpfen lässt. Da hätte es so manch effektheischende Idee wie die Liebesbriefe an den Oktopus nicht gebraucht, räumt die ansonsten aber angetane Kritikerin ein.
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