Aus dem Niederländischen von Andreas Gressmann. Seit sie von ihrer großen Liebe Thomas verlassen wurde, hat für die Schriftstellerin Monique Champagne das Schreiben seinen Sinn verloren. Um der inneren Leere zu entkommen, stürzt sie sich mit Leidenschaft in eine neue Herausforderung: den Kampf gegen die Überfischung. Ihr glühendes Plädoyer zum Thema in einer Zeitung bleibt nicht unbeachtet. Sie erhält die Einladung, Fischkongresse in ganz Europa durch poetische Beiträge aufzulockern, und bricht auf zu einer Reise, die sie nach Tallinn, Lissabon, Athen, Istanbul und an die Ufer von acht Meeren führt - bevor sie am Ende auf sich selbst zurückgeworfen wird und sich der Frage stellen muss: Wie lange kann man sich hinter Lachs und Thunfisch verstecken?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.02.2012
Nach der Lektüre von Annelie Verbekes drittem Roman "Fische retten" denkt Rezensentin Angelika Overath zwar auch über den Verzehr von Fischen nach, in erster Linie aber über das Leben. Denn auf eine Entdeckungsreise in eben jenes begleitet sie Verbekes verzweifelte Protagonistin Monique Champagne, die von ihrem frustvollen und wenig ergiebigen Schriftstellerdasein am heimischen Schreibtisch zu einem Ichtyologen-Fachkongress berufen wird, um die Diskussion über die Überfischung der Meere poetisch zu bereichern. Fasziniert erlebt die Kritikerin wie Monique nicht nur von der Nord- und Ostsee über das Mittelmeer bis zum Japanischen Meer gelangt und auf ihrer Reise kuriose Bekanntschaften, etwa mit einem an "Kiemenspalten-Anomalie" leidenden Kapitän macht, sondern auch immer weiter in ihr Unterbewusstsein vordringt und mit ihren unerfüllten sexuellen Wünschen konfrontiert wird. Diese gefühlvoll und beschwingt erzählte Geschichte über Identitätsfindung hat die Rezensentin sehr gern gelesen.
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