Annett Gröschner

Berolinas zornige Töchter

50 Jahre Berliner Frauenbewegung
Cover: Berolinas zornige Töchter
FFBIZ Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783981956115
Broschiert, 343 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

(Das Buch kann man direkt beim Feministischen Archiv bestellen.) Berlin ist ein besonderer Ort der Frauenbewegung, nicht erst seit 1968. Im Westteil der geteilten Stadt entstanden die ersten Kinderläden, das erste autonome Frauenzentrum, die erste feministische Zeitung und das erste Frauenhaus. Im Ostteil waren die politischen Bedingungen einer unabhängigen Frauenbewegung andere. Mitbeteiligt an der friedlichen Revolution 1989 wurde der von ihr gegründete Unabhängige Frauenverband eine wichtige Kraft bei der Wiedervereinigung. Auch bedingt durch die jahrzehntelange Teilung der Stadt war die Frauenbewegung in Berlin nie eine geschlossene. Den Feminismus gab und gibt es nicht, sondern verschiedene Strömungen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018

Jens Bisky stößt auf Neues im Buch von Annett Gröschner. Ohne Zeigefinger, Rechthaberei oder Bitternis, dafür mit O-Tönen und treffender Charakterisierung von Personen, Atmosphäre und Verhältnissen setzt ihm die Autorin die Geschichte der Berliner Frauenbewegung aus dem Geist von Peter Schneiders Küche auseinander. Es gibt da viel Wissenwertes zu lesen, was in die aktuelle Diskussion um Identitätspolitik gehört, versichert Bisky. Wie Gröschner die Gelassenheit der Historikerin und den Zorn der Zeitgenossin verbindet, findet Bisky klasse.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.09.2018

Rezensentin Heide Oestreich empfiehlt, das Buch von Annett Gröschner schnell beim Berliner Feministischen Archiv (FFBIZ) anzufordern. Die Auflage sei nicht besonders hoch, das Buch noch ein Geheimtipp. Lesenswert ist es laut Oestreich, weil Gröschner tief in die Archive hinabgestiegen ist und Interviews geführt hat, um die Geschichte der Frauenbewegung Ost und West zu erzählen: versiert, souverän und lesbar, wie die Rezensentin findet. Dass Gröschner dabei beiden Seiten gerecht wird, hält Oestreich für bemerkenswert. Ob sie nun Ulbricht in Sachen Sozialismus mit Frauen zitiert oder die ersten Treffen der Frauen West in der FU 1968 dokumentiert, für Oestreich gelingt eine "liebevolle" Rekonstruktion der Frauenbewegungen und ihrer Deutungen. Schnell zugreifen!, rät sie.

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