Anni Albers ist eine bedeutende Künstlerin und Designerin des 20. Jahrhunderts. Ihre Entwürfe sind heute vorbildhaft für eine neue Generation von Künstler*innen und Gestalter*innen, die mit textilen Materialien arbeiten. Albers selbst betrachtete ihre Arbeit als ein Abenteuer und plädierte in ihren Schriften für die "Kraft der Schöpfung". Ihr experimentierfreudiges Schaffen erprobte neue Materialien und Texturen. Dieser Katalog beleuchtet ihr Wirken nicht nur in der Textilkunst, sondern auch als Schriftstellerin und wegweisende Denkerin. Albers' textile Arbeiten wie Raumteiler und Vorhänge zeugen von einem räumlichen Denken, das hier erstmals in den Blick genommen wird. Vor allem ihr Fokus auf die Prinzipien der Beschränkung und Langlebigkeit sowie ein sorgsamer Umgang mit dem Material sind heute von besonderer Relevanz. Beiträge zeitgenössischerArchitekt*innen, Designer*innen und Theoretiker*innen beleuchten diesen wichtigen Schwerpunkt des Raumdenkens in ihrem Schaffen. Drei zentrale Texte Albers' aus den 1940er- bis 1960er-Jahren, darunter der titelgebende "Constructing Textiles", werden erstmals in deutscher Sprache zugänglich gemacht.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.01.2026
Rezensent Thorsten Jantschek ist ganz begeistert von diesem von Brenda Danilowitz und anderen herausgegebenen Ausstellungsband, der ihm das Werk der Weberin und Grafikerin Anni Albers näherbringt. Und zwar nicht einfach deren Biografie - Albers war gebürtige Deutsche, die am Bauhaus studierte, von den Nazis aus Deutschland vertrieben wurde und in den USA am Black Mountain College Anschluss an die Kunstavantgarde um Merce Cunningham, John Cage und andere fand. Vielmehr freut sich der Kritiker, dass er hier auch die Theoretikerin Albers kennenlernt - auch anhand von drei Texten von Albers selbst, die im Buch abgedruckt sind. Ihre Gedanken nehmen laut Jantschek die Nachhaltigkeitsbewegung vorweg und wenden sich auf kluge Weise gegen einen romantischen Kunst- und Handwerksbegriff. Nach der Lektüre will er Albers' Werk unbedingt im Original sehen.
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