Mit Abbildungen. Am 26. April 2006 jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 20. Mal. Irina Wachidow erzählt von dem Tag, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte: von der Sorge um ihr Töchterchen Julia und ihren Mann, der zu Aufräumarbeiten in die verstrahlte Ruine des Atomkraftwerkes geschickt wird, von der immer größer werdenden Angst und der Ungewissheit danach, aber auch von den kleinen, behutsamen Schritten, mit denen die Familie sich schließlich der Zukunft stellt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.04.2006
Eines der "außergewöhnlichsten und besten Bücher" zum Thema Tschernobyl sieht Ulrich Teusch in Antje Hilliges? Geschichte Irina Wachidowas, einer Überlebenden der Katastrophe. Die Autorin, eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Kiew, lernte Irina nach Auskunft von Teusch auf einer Informationsreise ins Sperrgebiet kennen, freundete sich mit ihr an und schrieb ihre Geschichte nieder: wie das Unglück im Atomkraftwerk für ihre Familie alles in Frage stellte, wie Irinas Mann zu Aufräumarbeiten in die verstrahlte Ruine geschickt wurde, die überstürzte Evakuierung und Neuansiedlung in Kiew, albtraumhafte Erlebnisse, jahrelange Angst und Ungewissheit. Eindrucksvoll findet Teusch auch, wie Hilliges "auf kunstvolle Weise" den üblichen Sachbuchstil mit einer "romanhaften Erzählweise" verbindet. Sein Resümee: ein "stilles, sensibles, zutiefst berührendes Werk".
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