Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.10.2002
Victoria Woodhull war eine weiß Gott ungewöhnliche Frau: von der Kurtisane brachte sie es im Amerika des 19. Jahrhunderts zur Präsidentschaftskandidatin - zu einer Zeit, in der ans Frauenwahlrecht noch kaum zu denken war. Sie hielt Vorträge über den Geschlechtsverkehr, beriet den Millionär Cornelius Vanderbilt in Börsenfragen - und zwar in Gestalt von Séancen, in denen sie Rat aus dem Jenseits bekam (in Wahrheit waren die Prostituierten, mit denen sie befreundet war, aus einschlägigen Gründen bestens über das Geschehen an der Wall Street informiert). Das ist nur ein geringer Teil der Aktivitäten Victoria Woodhulls, keine von ihnen möchte man eigentlich für möglich halten. Auch die Rezensentin Hilal Sezgin ist erstaunt und lobt die Biografin dafür, dass sie uns dieses Leben in einer "perfekten Mischung aus Historie, Politik und Glamour" nahebringt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…