Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.10.2002
Victoria Woodhull war eine weiß Gott ungewöhnliche Frau: von der Kurtisane brachte sie es im Amerika des 19. Jahrhunderts zur Präsidentschaftskandidatin - zu einer Zeit, in der ans Frauenwahlrecht noch kaum zu denken war. Sie hielt Vorträge über den Geschlechtsverkehr, beriet den Millionär Cornelius Vanderbilt in Börsenfragen - und zwar in Gestalt von Séancen, in denen sie Rat aus dem Jenseits bekam (in Wahrheit waren die Prostituierten, mit denen sie befreundet war, aus einschlägigen Gründen bestens über das Geschehen an der Wall Street informiert). Das ist nur ein geringer Teil der Aktivitäten Victoria Woodhulls, keine von ihnen möchte man eigentlich für möglich halten. Auch die Rezensentin Hilal Sezgin ist erstaunt und lobt die Biografin dafür, dass sie uns dieses Leben in einer "perfekten Mischung aus Historie, Politik und Glamour" nahebringt.
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