Claudia Christophersen

Es ist mit dem Leben etwas gemeint

Hannah Arendt über Rahel Varnhagen. Mit einer Edition des Briefwechsels zwischen Hannah Arendt und Klaus Piper über Rahel Varnhagen
Cover: Es ist mit dem Leben etwas gemeint
Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Taunus 2003
ISBN 9783897411128
Gebunden, 328 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Aus der Sicht ihrer Vertreibung aus Deutschland nach 1933 war Hannah Arendt in ihrem Buch über Rahel Varnhagen mit der Lebensgeschichte einer Frau befasst, der sie sich infolge der gemeinsamen jüdischen Abstammung persönlich verbunden fühlen konnte. Die Betrachtung des Werkes wie seiner Verlagsgeschichte ist das doppelte Anliegen von Claudia Christophersen. Die Beschäftigung mit Arendts Darstellung enthält eine Würdigung der historischen Rahel Varnhagen als Zeitgenossin der Romantik und der Judenemanzipation. Zugleich aber wird in Arendts Varnhagen-Darstellung deren eigenes Geschichtsbild rekonstruierbar, ebenso wie eine Aktualisierung der politischen Gegenwart Arendts. Claudia Christophersen verfolgt die Editions- und Werkgeschichte sowie die Geschichte der Rezeption und Wirkung Rahel Varnhagens bis Ende der zwanziger Jahre, als die Beschäftigung Arendts mit Varnhagen einsetzt. In einem zweiten Hauptteil wird die Buch- und Verlagsgeschichte der Rahel-Monografie erörtert, wobei gleichzeitig Arendts Lebensgeschichte im Mittelpunkt steht. Quellenkundlich erschlossene Verlagskorrespondenzen aus dem Nachlass Hannah Arendts mit dem Piper Verlag beleuchten die Publikationsgeschichte des Buches.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.03.2003

Der Rezensent Thomas Meyer ist beeindruckt von dieser Arbeit, die sich mit Hannah Arendt Buch über Rahel Vernhagen beschäftigt. Die Autorin Claudia Christophersen hat ausführlich zu dem Thema geforscht und beschäftigt sich sowohl mit dem Entstehungsprozess des Buchs, als auch mit der Rezeptionsgeschichte des Buches. Durch die Kriegwirren wurde es erst knapp dreißig Jahre, nachdem Arendt ihre Beschäftigung mit Varnhagen begonnen hat, erstmals veröffentlicht - auf englisch. Durch Christophersens Buch, das durch die "klare, quellengesicherte Argumentation" besticht, wird "so manche Arendt-Varnhagen-Geschichte in den Bereich der Legende verabschiedet", schreibt der Rezensent. Damit ist ein Neuanfang für die Beschäftigung mit "Arendts Varnhagen-Bild endlich geschaffen", so sein begeistertes Fazit des Rezensenten.

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