Antonio Lobo Antunes

Bis die Steine leichter sind als Wasser

Roman
Cover: Bis die Steine leichter sind als Wasser
Luchterhand Literaturverlag, München 2021
ISBN 9783630876276
Gebunden, 528 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann. Angola zurzeit des Kolonialkriegs. Ein afrikanischer Junge ist der einzige Überlebende, als sein Dorf von portugiesischen Soldaten gebrandschatzt wird. Ausgerechnet der Mann, der seine Eltern getötet hat, nimmt den Jungen mit nach Portugal zurück, doch er wird von der Familie in Lissabon nie richtig akzeptiert. Und die Erinnerungen an den Krieg verfolgen sowohl den Vater als auch mit den Jahren zunehmend den Adoptivsohn. Als im Heimatdorf des Vaters am Fuß der Berge das alljährliche Schlachtfest stattfindet, kulminert dieser Roman über die Grauen des Krieges.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 30.04.2021

Für den Rezensenten Dirk Fuhrig ist der neue Roman von Antonio Lobo Antunes ein kunstreiches Alterswerk, in dem der Autor zu seinen Erfahrungen als Militärarzt im von Portugal kontrollierten Angola der 1970er Jahre zurückkehrt. Die Erfahrungen der Gewalt der portugiesischen Kolonialherren prägen das Buch, warnt Fuhrig. Die Erbarmungslosigkeit der Schilderungen im Buch sind aber nur die eine Seite, gibt er zu verstehen. Ebenso prägend für den Text ist laut Fuhrig der komplexe, vorwärtsdrängende, assoziative und vielstimmige Erzählstil des Autors. Wie der Krieg das Schicksal einer Familie über Generationen beeinträchtigt, schildert Antunes in einem "gewaltigen Sprachgebilde", meint er.