Ethnofuturismus ist keine Erfindung, kein Neologismus, sondern eher eine ketzerische Neuschöpfung oder schlicht eine recycelte Terminologie. Er kehrt wieder zu der Frage zurück, warum es bestimmte manifeste Überlegungen zur Zukunft gegeben hat, die im Hinblick auf regionale, ethnische oder rassische Vorgaben und Entwicklungen angestellt wurden, während bestimmte andere sich nie auf solche Wagnisse eingelassen haben, und zwar weder kunstgeschichtlich oder als Merkmal des Science-fiction-Genres noch in irgendeiner ihrer eigenen kulturellen Produktionen. Und letzten Endes wird die Frage, wie diese einzelnen Kategorien und die Machtstrukturen, die auf ihnen gründen, bereits dem Sog der Zukunft unterliegen. Es geht darum zu schauen, ob solche Fragen überhaupt gestellt werden können, ob es möglich ist zu fragen: Wie kommt uns die Zukunft auf halbem Wege entgegen?
Philipp Rhensius muss tüchtig mitdenken bei diesem von Armen Avanessian und Mahan Moalemi herausgegebenen Band mit alternativen Zukunftsideen. Die angedachte "xenofuturistische" Zukunft findet er wünschenswert und nötig, doch muss er die vielen "schlauen wie wirren" Ideen im Band erst einmal diesem Thema zuordnen und ein konsistentes Ganzes formen. Nicht immer leicht, räumt er ein, ob nun der britische Kulturtheoretiker Kodwo Eshun den Afrofuturismus aktualisiert, Aria Dean denselben mit dem Akzelerationismus vereint oder Steve Goodman zu erläutern sucht, was sich hinter dem Begriff Sinofuturismus verbirgt.
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