Einmal für sechs Wochen nach Amerika, das ist Konrads Traum. Wegen John Wayne und der Weite und dem Lebensgefühl. Da der junge Student kein Geld hat, lässt er sich als Reisebegleiter vermitteln. Er soll sich um Amanda kümmern, eine gebieterische und extravagante ältere Dame, die in den Staaten ihren Sohn treffen will. Was als einfacher Job beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einer turbulenten Miss-Daisy-und-ihr-Chauffeur-Beziehung voller Witz, Melancholie und Überraschungen. Denn der Auftrag entpuppt sich als Schwindel und Amanda beginnt mit Konrad eine denkwürdige Reise quer durch Amerika: von der New Yorker Börse über das Amish Country bis zur Golden Gate Bridge und dem berauschenden Blütenduft Hawaiis. Und am Ende ist alles anders...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2009
Eingenommen ist Rezensentin Anja Hirsch von Arno Surminskis neuem Roman "Amanda oder Ein amerikanischer Frühling". Die unterhaltsame Geschichte um Amanda, eine muntere alte Dame und Hochstaplerin, die mit dem etwas trägen Medizinstudenten Conny durch die USA reist, kehrt für sie auf erfrischende Art und Weise die gängigen Klischees von Alt und Jung um. Auch wenn das Buch, das von diesem ungleichen Paar lebt, einer Route von berühmten Sehenswürdigkeiten folgt, sieht Hirsch darin mehr als einen Reiseroman, nämlich fast so etwas wie den Roman für unsere "immer geriatrischer werdende Gesellschaft". Das Ganze kommt für sie charmant, berührend und mit viel Witz rüber. Zudem lobt sie die "griffige, plastische" Sprache des Autors und seine "überbordende Erzähllust". Hirschs Fazit: ein wunderbarer Roman über "Aufbruchstimmungen beim Abschiednehmen".
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