Aus dem englischen von Theda Krohm-Linke. Das Hotel Honolulu auf Hawaii, nicht weit vom Strand, hat seine besten Tage lange hinter sich. Achtzig Zimmer - achtzig Gäste - achtzig Geschichten: ein eigenes Universum. Hier wird ein Schriftsteller unverhofft Manager und findet in den Geschichten der liebenswert-exzentrischen Hotelgäste genug Stoff für ein ganzes Leben. Im Hotel Honolulu steigen Hochzeitsreisende, Strandurlauber, ruhelose Seelen und notorische Lügner ab. Hier treffen sich Hawaiianer und Urlaubsgäste, und sie alle sind auf der Suche nach etwas: Sonne, Liebe, Glück - und manche Sehnsüchte bleiben namenlos. Buddy Hamstra, der verschwenderische Lebemann und Hotelbesitzer, bietet einem Schriftsteller den Posten als Hotelmanager an. Der zögert nicht lange - nach einem ruhelosen Leben und geplagt von einer Schreibblockade ist es Zeit für einen Neubeginn. Im Hotel Honolulu trifft er nicht nur auf Sweetie, die die Mutter seiner Tochter werden wird, sondern auch auf skurrile Hotelgäste: Da ist Eddie, der seiner Frau zum Geburtstag stets einen Liebhaber organisiert; oder Benno, der Befriedigung in den traurigen Schicksalen ehemaliger Vorzeigeschüler findet; oder der Dauergast, dessen geräuschvolles Liebesleben alle in die Irre führt. Sie bilden ein Panoptikum aus unerfüllter Liebe, geplatzten Träumen, spannenden Geschichten und kuriosen Begegnungen.
Ulrich Rüdenauer scheint sich heimisch zu fühlen in Paul Therouxs Hotel Honolulu. Wie auch nicht, ist ein Hotel doch der literarische Ort schlechthin und Theroux ein Reiseschriftsteller von Rang, wie Rüdenauer erklärt. Achtzig Zimmer und ebensoviele Geschichten bietet dieses Hotel, in dem ein Schriftsteller seine midlife-crisis erfolgreich bewältigt, in neuer Rolle als Hotelchef, Liebschaft eingeschlossen. Der Roman von 2001, neu aufgelegt und übersetzt, erzählt laut Rezensent in Szenen und Anekdoten von Schicksalen, Gewalt, Erotik und Tod. Ein trauriges, zugleich heiteres Buch, meint er.
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