Arnold Suppan

Hitler - Benes - Tito

Konflikt, Krieg und Völkermord in Ostmittel- und Südosteuropa
Cover: Hitler - Benes - Tito
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissensch, Wien 2014
ISBN 9783700173090
Gebunden, 2060 Seiten, 148,00 EUR

Klappentext

Die auf breiter internationaler Quellen- und Literaturbasis erarbeitete Monographie erörtert die Entwicklung der politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und militärischen Konfliktgemeinschaften in den böhmischen und südslawischen Ländern Österreich-Ungarns, die epochalen Erschütterungen des Ersten Weltkrieges und den Bruch der Tschechen, Slowaken und Südslawen mit der Habsburgermonarchie, die schwierige Bildung der Nachfolgestaaten, die Innen- und Außenpolitik der Tschechoslowakei und Jugoslawiens, die Zerschlagung der Friedensordnung von Versailles/Saint-Germain/Trianon durch Hitler, die NS-Eroberungs- und Besatzungspolitik in Böhmen, Mähren, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Slowenien, den Völkermord an den Juden im Protektorat, in der Slowakei, im Ustaša-Staat und in Serbien, die Vergeltung an den und die Vertreibung der Sudeten- und Karpatendeutschen sowie der Deutschen in Slowenien, Kroatien und der Vojvodina, schließlich die Erinnerung und Historisierung der mehr als 100-jährigen Konfliktgeschichte östlich und westlich des Eisernen Vorhangs und in den post-kommunistischen Nationalstaaten am Ende des 20. Jahrhunderts in Ostmittel- und Südosteuropa.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2014

Für Karl-Peter Schwarz steht fest: Das Erinnern an die großen historischen Verwerfungen vor und den Tiefpunkt zu der Zeit zwischen 1938 und 1948 ist noch nicht abgeschlossen und braucht Anleitung. Schwarz findet sie in diesem monumentalen Versuch des Historikers Arnold Suppan mit seinen Kurzbiografien zu Tito, Benes und Hitler, mit seinem Forschungsüberblick und seinen Antworten auf die Frage, wie es dazu kommen konnte. Wie Suppan ausgehend von den Volkskämpfen in der Habsburgermonarchie über die Weltkriege bis heute zerstörerische Dynamiken erkennbar macht, faktografische Fehler und politische Interpretationen polemisch markiert und keine akademische Empfindlichkeit berücksichtigt, hat dem Rezensenten nachhaltig imponiert.

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