Aus dem Spanischen von Petra Zickmann. Auf einem Ozeandampfer begegnen sie sich das erste Mal. Es ist das Jahr 1928, Max jung und von wildem Charme arbeitet als Eintänzer in der ersten Klasse. Mecha zieht ihn augenblicklich in den Bann, ihre aparte Schönheit, der weltberühmte Komponist an ihrer Seite, das funkelnde Collier um ihren schlanken Hals. Es folgt ein Tanz, ein nichtssagender Smalltalk, der verheißungsvoller nicht sein könnte. In Buenos Aires angekommen, führt Max das Paar durch die zwielichtigen Tangobars seiner Geburtsstadt. Doch in dieser Nacht geraten die Dinge außer Kontrolle, und für Max und Mecha beginnt das Abenteuer ihres Lebens: die große Liebe. Eine Liebe, die erst viele Jahre später auf der Promenade Nizzas zwischen entrücktem Glamour und den Wirren des Krieges eine zweite Chance erhält ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2013
Als "billige Unterhaltung" bezeichnet Eberhard Geisler den neuen Roman "Dreimal im Leben" von Arturo Pérez-Reverte. Obgleich selbst Liebhaber des Tangos und der Tänzer in Buenos Aires, ist Geisler von Pérez-Revertes Geschichte des Tangokomponisten und seiner Frau Mecha nicht sonderlich angetan. Das Buch beginnt auf einem Luxusdampfer, wo sich Mecha in den armen Eintänzer Max verliebt und ihren Mann hintergeht. Ein "einziger Rausch der Schönheit", konstatiert Geisler spöttisch. Seiner Ansicht nach steigert sich der Autor in eine Idee der globalen Machenschaft hinein, die in der Teilnahme der Schach-Weltmeisterschaft von Mechas Sohn - ein heimliches Kind von Max - ihren Höhepunkt hat, die ihn in weltpolitische Belange der 30er Jahre verwickelt. Das Buch hetzt, meint Geisler, unaufhaltsam weiter und kulminiert in "wildem Aktionismus".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2013
Da können sich die schmachtenden Hauptfiguren über den Zeitraum von Jahrzehnten gern auch noch öfter begegnen und ihre amour fou zelebrieren in Buonos Aires, Nizza und Sorrent, auf Luxuslinern und in Grandhotels, meint Jakob Strobel Y Serra beglückt angesichts von Arturo Perez-Revertes Roman. Gentlemen-Gauner, Tangotänzer, Kokainschnupfer und Schachgenies können den Rezensenten nicht vergraulen. Im Gegenteil, die Perfektion, die der Autor bei der Konstruktion seiner Geschichte und rasanter Schnitte zwischen den Zeiten an den Tag legt, lässt Strobel Y Serra durch den 500-Seiten-Text gleiten wie durch feinsten Pulverschnee. Sprachlich ebenso geschmeidig, lässt es der Text laut Rezensent allerdings an Sinnlichkeit fehlen, so dass die Erotik in diesem Buch garantiert jugendfrei rüberkommt. Doch der Autor sei eben ein Perfektionist im Dienst der U-Literatur und kein Genie.
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