Aus dem australischen Englisch von Alice Jakubeit. Nach einem traumatischen Ereignis in ihrer Kindheit findet Reagans Leben ausschließlich offline statt: kein Handy, keine Sozialen Medien. Sie fühlt sich sicher - bis zu dem Tag, an dem sie in der Nähe ihrer Wohnung beinahe über ein Mordopfer stolpert. Die furchtbar zugerichtete Tote sieht ihr zum Verwechseln ähnlich. Reagan flüchtet in Panik, ohne die Polizei zu verständigen, der sie nicht traut. Lediglich ihrer besten Freundin Min vertraut sie sich an. In den Wochen nach dem grausigen Fund fühlt Reagan sich beobachtet. Paranoia? Nur zögerlich kann sie sich auf ihren neuen Freund Bryce einlassen. Dann ereignet sich ein weiterer ähnlicher Mord, und ein gefälschtes Sex-Video von Reagan geht viral.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2024
An den berühmt-berüchtigten Fall der 1947 ermordeten "Black Dahlia" knüpft dieses Krimi-Debüt von Ashley Kalagian Blunt an, so Kritikerin Katrin Doerksen, die es hier mit einer Protagonistin zu tun hat, die in ihrer Jugend gestalkt wurde und nun einen Blumenladen führt. Eines Tages findet sie, und das ist sicher kein Zufall, eine Leiche, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht und muss sich mit den Abgründen der frauenverachtenden Internetszenen auseinandersetzen, erklärt Doerksen die Prämisse. Teils lässt die Autorin fast zu viel Expertenwissen über patriarchale Gewalt in ihren Roman einfließen, findet die Rezensentin, das überlagert die Romanhandlung manchmal. Der Grusel besteht für die Rezensentin vor allem darin, zu wissen, dass es solche Männer wirklich gibt.
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