Aus dem Norwegischen von Daniela Stilzebach. In "Edvard Munch. Eine Biografie" zeichnet der norwegische Autor Atle Næss das Leben und Wirken Munchs nach und liefert damit ein reiches und nuanciertes Bild sowohl des Menschen als auch des Künstlers. Munch erscheint dem Leser dabei mit seiner intensiven Schöpferkraft, seiner Stärke und Verletzbarkeit. Es finden sich Freundschaft und Streit, Kampf und Liebe - sowie die Angst vor Verlust in den Liebesverhältnissen, die er erlebt hat. Edvard Munch. Eine Biografie liefert zudem ein neues Verständnis des Europäers Edvard Munch und seiner Gegenwart. Zugleich blickt das Buch hinter den Mythos des einsamen Künstlergenies.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2015
Liest man Julia Voss, dann bedauert man fast, dass der Autor statt einer großen Biografie nicht einen biografischen Essay über das Jahr 1895 im Leben des Malers geschrieben hat, ein Schwellenjahr mit ersten großen Skandalen, ersten großen Erfolgen und einem tragischen Ereignis, dem Tod des Bruders. So sind 600 Seiten draus geworden, die Voss einerseits großen Respekt abfordern, denn der Autor schreibe faktenreich, wohlmeinend und unspekulativ. Herauskommt dabei das Bild eines Künstlers, der trotz seiner düsteren Gemälde freundliche Umgangsformen hatte und sich stets um seine Familie sorgte. Auch Kritik hat Voss an der Biografie, vor allem, dass der Autor die Fülle des Materials nicht immer gegliedert und geordnet habe - insgesamt aber gibt sie eine Leseempfehlung.
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