Aus dem Japanischen von Katja Busson. Tokyo, nachts um eins. Schräge und weniger schräge Vögel sind unterwegs. Eine Filmrequisiteurin, eine Telefonseelsorgerin, ein Privatdetektiv, eine angehende Schauspielerin, ein Barkeeper. Man trifft sich, verpasst sich, träumt und erinnert sich. Im 'Blackbird' des jovialen Taxifahrers Matsui zum Beispiel, oder im 'Drehkreuz', einem von vier Frauen geführten Imbiss, der spätabends öffnet und morgens schließt. Der Mond bescheint die Stadt, und wenn nicht der Mond, dann die Neonlichter. Ein Episodenroman, der alle und alles verbindet und den Leser glücklich macht. Gute Nacht, Tokyo.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.12.2023
Die unterschiedlichen Figuren dieses Episodenromans eint vor allem die Suche nach Freundschaft und Nähe, hält Rezensentin Lara Sielmann fest. Sie sind alle zwölf über den Taxifahrer Mitsuki miteinander verbunden, der von Requisiteurin bis Meisterdetektiv alle durch das nächtliche Tokio fährt. Ein Buch über einsame Menschen und zarte Gefühle - "kleine Offenbarung der Menschlichkeit", versichert die berührte Kritikerin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2022
Rezensent Steffen Gnam wandelt mit diesem Episodenroman des japanischen Autors und Illustrators Atushiro Yoshida durchs nächtliche Tokio und begegnet allerhand eigensinnigen und verträumten Gestalten. Vogelliebhaber, Antiquare, Telefonseelsorger und Requisiteurinnen verirren sich unter dem Mond und im Taxi von Matsui, der laut Gnam das Bindeglied zwischen den Episoden schafft. Ein jeder trägt sein Päckchen, sucht den Ausweg aus der japanischen Leistungsgesellschaft - und doch eröffnen sich auch kleine "Transitzonen des Glücks", meint der Kritiker. Nicht zuletzt empfiehlt er den filmisch erzählten und mit surrealen Momenten spielenden Roman als zärtliche Abschiedserzählung vom "Moratorium der Jugend".
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