Awat Asadi gibt in dieser umfassenden Studie einen Überblick über die Geschichte des Kurden-Konflikts, über die politischen Akteure, ihre jeweiligen Interessen und Strategien. Er analysiert, weshalb ein Kurdenstaat nicht entstehen konnte und der Kurden-Konflikt im Irak bisher ungelöst blieb.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2007
Konrad Watrin sieht in diesem von ihm insgesamt sehr positiv aufgenommenen Buch zur Geschichte der Kurden sämtliche Vor- und Nachteile wissenschaftlicher Texte versammelt. Er lobt die akribische Genauigkeit, mit der Awat Asadi, seit 1986 als Vorstandsmitglied des "Zentrums für kurdische Studien" in Bonn tätig, bekannte und unbekannte Quellentexte ausgewertet hat. Eingehend legt er die fast 100-jährige geschichtliche Entwicklung eines letztlich gescheiterten Kurdenstaates dar, lobt der Rezensent, der dann aber bemängelt, dass Asadi diese Geschichte nur unzureichend in die internationale historische Entwicklung einbettet. Watrin sieht auch eine gewisse "Besessenheit" am Werk, wenn der kurdische Autor detailgenau die Gründe und Hintergründe für das Nichtzustandekommen des Kurdenstaates ausbreitet, wenn er die Darlegungen auch als insgesamt sehr schlüssig lobt. Schade findet der Rezensent, dass die verständlichen sprachlichen Schwächen nicht durch ein gründlicheres Lektorat eliminiert worden sind, das Fehlen eines Registers beklagt er ebenfalls. Und ein bisschen weniger Detailfreude und Akribie hätten dem Werk, wie er meint, auch gut getan.
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