Tja, manchmal ist das Leben etwas bunter: Hani Salmani (nein, nicht Salami) ist zwölf, hat einen kleinen Bruder, ihre Mama ist verschwunden und ihr Papa schneidet im Friseursalon von Onkel Ibo Haare, während der krummen Geschäften nachgeht. Als Hani herausfindet, dass ihre Mama im Gefängnis sitzt und Onkel Ibo wohl schuld daran ist, fasst sie einen verrückten Plan. Zum Glück hilft ihr Sozialarbeiterin Mira, und am Ende ist im Salon Salami-Salmani alles (fast) wieder paletti.
Rezensent Hartmut El Kurdi vermisst die Stimmen von Kindern mit Migrationshintergrund in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Entsprechend begeistert liest der Kritiker Benjamin Tientis Roman "Salon Salami", der die Geschichte der zwölfjährigen Hani erzählt, die mit ihrem kleinen Bruder in Neukölln aufwächst, während die Mutter, Inhaberin eines Friseursalons, im Gefängnis sitzt. Dass die Probleme nie ethnisiert oder kulturalisiert werden, sondern Tienti vielmehr die Migrations-Thematik in den Hintergrund stellt, findet der Rezensent fortschrittlich. Zugleich vermerkt er beeindruckt, wie einfühlsam und "kenntnisreich" der Autor von einer migrantischen Familie zu erzählen vermag.
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