Der erste Comic zu Kästners Kinderbuchklassiker. Wie soll man einen Aufsatz über die Südsee schreiben, wenn man keine Ahnung hat, wie es dort aussieht? Für Konrad und seinen Onkel Ringelhuth ist das kein Problem: Sie reisen einfach dorthin! Dazu brauchen sie viel Phantasie und einen ganz besonderen Tag: den 35. Mai, den man in keinem Kalender findet. Isabel Kreitz hat Kästners berühmte Geschichte in einen farbenprächtigen, lebendigen Bilderbogen verwandelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.10.2006
Aus Sicht von Rezensent Andreas C. Knigge ist Isabel Kreiz mit ihren Illustrationen von Erich Kästners Romanklassiker "ein Meisterwerk" gelungen. Denn Kreiz habe die Geschichte wie einen Comic vollständig in Bilder übertragen. Wortgetreu habe sie dabei auch sämtliche Dialoge in die Sprechblasen übernommen und so Kästners "pointierten Wortwitz" erhalten. Die "sanften Pastellfarben" und der "zauberhaft poetische Strich" zitiere zwar die Kunst des klassischen Kästner Illustrators Walter Trier, wahrt aus Sich des Rezensenten dabei aber volle Eigenständigkeit. Wie schon als Illustratorin von Uwe Timms "Die Entdeckung der Currywurst" erweist sich diese Ausnahmeillustratorin für den Rezensenten auch hier als "famose Literaturinterpretin", so dass er sich von ihr am Ende schließlich nicht mehr und nicht weniger als "den kompletten Kästner" wünscht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2006
Rezensent Andreas Platthaus zeigt sich sehr angenehm berührt von Isabel Kreitz' Comic-Adaption des wohl "versponnensten" gemeinsames Werk von Erich Kästner und seinem Illustrator Walter Trier. Sehr gefallen hat dem Rezensenten dabei Kreitz' behutsamer Umgang mit der Vorlage. Graphisch bewege sie sich sehr nah an den Illustrationen von Walter Trier, zitiere sie in fast jedem Bild, sowohl in der Perspektive als auch in den Farben, die so nachbearbeitet wurden, dass sie an die "Triersche Stahlkraft" heranreichen. Warum aber diese Adaption lesen, wenn sie sich so nah an der Vorlage bewegt? Erzählerisch, so der Rezensent, liefere Kreitz "eigenständige Lösungen" und greife moderat modernisierend ein. Nur eine Sache könne man der Autorin ankreiden, wenn man denn wolle (und der Rezensent will nicht): Dass sie aus Kästners Text nicht herausgelesen hat, dass die Geschichte in Dresden ihren Anfang nimmt.
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