Das Buch handelt von Gleichzeitig- und Ausschließlichkeiten, vom Oszillieren doppelter Bedeutungen, seltsamen Symmetrien, von Femininum und Maskulinum, von Sprachen zwischen Schriften und Stimmen und Bildern, von Dingen, die gesagt werden und gezeigt, und solchen, die sich zeigen, von Räumen und Flächen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.04.2000
Claudia Kramatschek ist ganz begeistert davon, wie Barbara Köhler mit Geschlechtern und Geschlechterrollen in Sprache und Grammatik spielt und neue Möglichkeiten erkundet, ohne dabei ein "feministisches Klagelied" anzustimmen: Vielmehr überzeuge die Autorin durch "analytische Schärfe und Deutlichkeit" und Witz. Dabei entgeht Köhler, wie die Rezensentin findet, zwar nicht immer der Gefahr, "die Grenze zum Nonsense" zu überschreiten. Es lohne aber auf jeden Fall, bei diesen äußerst poetischen Texten, ganz genau hinzuhören.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…