Die Schweizer Rhein- und Hochseeschifffahrt sorgte nicht nur für die Landesversorgung der Schweiz, sondern auch für Fern- und Heimweh vieler junger Schweizer. Am 2. Juni 1904 hatte der erste Dampfschlepper mit einer Ladung Kohle die Stadt Basel erreicht. In der Folge wurde der Rhein zum direkten Transportweg zwischen der Schweiz und Übersee. In Basel entstanden Hafenanlagen, Reedereien liessen sich nieder, eine Schifferschule wurde gegründet, und Basel wurde zum Heimathafen der Schweizer Hochseeflotte. Die Blütezeit der Schweizer Schifffahrt lebt in einem Schatz von bisher weitgehend unpublizierten Aufnahmen namhafter Fotografen weiter, aber auch in den Erinnerungen der Schiffer und Seeleute weiter. Beides bringt die Ethnologin Barbara Lüem in ihrem Buch zusammen. Eindrücklich dokumentiert sie die Schweizer Schifffahrtstradition aus der Sicht der beteiligten Zeitzeugen.
"Ausgesprochen interessant und spannend" sowie "ansprechend und sorgfältig gestaltet" beschreibt der Rezensent Wolfgang Müller diese Dokumentation der Geschichte der Schweizer Schifffahrt von Barbara Lüem. Die Autorin, eine Ethnologin, deren Informationen größtenteils aus dem verloren geglaubten Fotoarchiv der schweizerischen Reederei und Neptun AG stammen, fragt in ihrem Buch "nach dem Wie und Warum der Flotte". Den Rezensent fasziniert vor allem, wie Lüem dabei "historische Informationen, private Dokumente Schweizer Seefahrer und persönliche Eindrücke auf angenehme Art und Weise verbinde". Auch die Auswahl der hierfür verwendeten Schwarzweißfotografien vom Hafengelände, aufgenommen von Jean-Luc Cramatte, findet er absolut gelungen und nennt sie "zauberhaft". Die Fotos dokumentierten in der "Art eines Tagebuches" und wirkten immer ein wenig wie "aus einer anderen Zeit", schwärmt der Rezensent.
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