Mit 212 Abbildungen. Band 1: Mario König, Besichtigung einer Weltindustrie - Überblick 1859 bis 2016 | Band 2: Georg Kreis u.a, Wechslwirkungen einer Beziehung - Aspekte und Materialien. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Chemie- und spätere Pharmaindustrie die Basler Schlüsselindustrie. Sie hat die Stadt und ihre Identität geprägt und zu ihrem materiellen und kulturellen Reichtum beigetragen. Die sorgfältig recherchierte, reich ausgestattete zweibändige Publikation "Chemie und Pharma in Basel" zeigt das historische Potenzial und die Fülle an Themen und Fragen, die sich auftun, wenn man sich mit der Geschichte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Basel und seiner Region beschäftigt.
Die Publikation besteht aus zwei in einem Schuber zusammengefassten Bänden: einer Monografie und einer Beitragssammlung. Im ersten Band beschreibt Mario König den wirtschaftsgeschichtlichen Werdegang der Basler Schlüsselindustrie und zeigt ihre Transformation von den rauchenden Schloten des 19. Jahrhunderts bis hin zu den Life-Sciences-Labors der heutigen Weltkonzerne auf. Kompakte Bildstrecken von Menschen, die an dem Wandel beteiligt waren, begleiten den Text. Im zweiten, reich illustrierten Band beleuchtet Georg Kreis das mitunter komplizierte Verhältnis zwischen Stadt und Industrie. Weitere dreißig Autorinnen und Autoren behandeln die unterschiedlichsten Teilaspekte der Chemie- und Pharmageschichte, wie Wissenschaft und Forschung, Produkte, Marketing und Kommunikation, Architektur, Arbeiterorganisationen und patronale Wohlfahrt sowie Mäzenatentum.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.03.2017
Rezensent "dba" erfährt in den von Georg Kreis und Beat von Wartburg herausgegebenen beiden Bänden, wie sich die Basler Pharma zur Weltindustrie entwickelte und welches Verhältnis zur lokalen Bevölkerung sie pflegte. Die durch die Archivrecherche von Mario König gewonnenen Historien der Pharmaunternehmen im ersten Band informieren den Rezensenten über den gesellschaftlichen Wandel, den technischen Fortschritt und die Verbindung zum Basler Bürgertum, während der zweite Band "dba" mit einer Sammlung von Themen (Katastrophen, Campus-Architektur, Firmen-Sportvereine, DDT und Ritalin) fasziniert. Auch wenn der Rezensent den Eindruck nicht loswird, dass die Auswahl recht willkürlich ist und vieles eher unsystematisch bleibt, als Anregung für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Basel und seine Industrie ist die Lektüre wertvoll, meint er.
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