Schrat, der Waldgeist, ist ein kleiner Dämon, verwandt mit Hutzelmännern und freundlichen Kobolden. Eines Tages verlässt er den Schratwald, um Menschenkinder zu besuchen. Hier landet er im Haus der Zwillinge. Schrat lernt den Alltag der beiden Kinder, deren Katze, Hund, Spiele, Essgewohnheiten und Marotten kennen. Mit dem geheimnisumwitterten Freund treiben die Kinder herrliche Späße und kleine Teufeleien. Dass der Troll für Erwachsene unsichtbar bleibt, führt zu Turbulenzen und grotesken Situationen.
Unterhaltsam nennt Jens Thiele dieses Bilderbuch, das er irgendwo zwischen Mythos, Science-Fiction und Alltagserzählung ansiedelt, das für ihn zeichnerisch gleichermaßen gegen den Strom schwimmt und sich in die Traditionen der Kinderliteratur einfügt. Gegen den Strom, weil die Illustratorin vom Theater kommt und dass ihrer Figur, dem Wichtel aus dem Wald, auch bei jeder Pose anzumerken ist - in "ausdrucksvoller, tänzerischer Körpersprache" hüpft er über die Bildseiten. Was dem Wichtel so gut bekommt - das Gespür der Zeichnerin für Proportionen, für das Gestische und Szenische -, geht den Kinderfiguren im Buch leider ab: Die, so bedauert der Rezensent, bleiben bei ihren Auftritten "eigenartig hölzern.
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