"Das Zauberei" setzt exakt dort ein, wo "Der Hühnerdieb" zum Happyend gekommen war: Glücklich sind der Fuchs und sein geraubtes Liebchen, das Huhn. Glücklich sind Bär und Hase, die ihre gefiederte Freundin nicht mehr retten müssen, weil der Fuchs sie gar nicht fressen will. Nur einer ist nicht glücklich, sondern in seinem Stolz zutiefst getroffen: Es ist der Hahn. Der Gehörnte! Mit gesenktem Kopf und trotzig vor der Brust gekreuzten Armen verharrt er so lange in seinem Unglück, bis er durch Zufall an einem geheimnisvollen Ort ein Ei entdeckt. Ein merkwürdig rundes Ei. Der Hahn zögert keinen Moment, er greift das Ei und läuft in irrer Verzückung mit ihm davon. Was aber birgt das Ei? Nur soviel sei verraten: Der Hahn ist beglückt, die Schmach vergessen!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011
Hahn im Glück, überdrehter Hahn, da kommt das karikaturistische Talent der Autorin gut zur Geltung, findet Silja von Rauchhaupt. So, dass sie die Worte hier gar nicht vermisst, die Gesichter sagen schon alles. Von Trauer, Glück und wilder Verzückung, wenn ein einsamer Hahn plötzlich Vater wird eines, nunja, kleinen Drachen, aber egal. Für die Rezensentin zählt vor allem, dass die Geschichte, die in Frankreich als Trilogie herauskam, mal so richtig Fahrt aufnimmt und die Gefilde der klassischen Kindertiergeschichte verlässt und eintaucht ins Fantastische!
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