Die Bürgerrechtsarbeit Deutscher Sinti und Roma ist untrennbar mit dem Namen von Romani Rose verbunden. Seit einem halben Jahrhundert beseelt der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma den Kampf dieser Minderheit um Anerkennung des ihr während des Nationalsozialismus widerfahrenen Unrechts und um Ausgleich für das erlittene Leid. Unermüdlich hat er sein Leben in den Dienst der Menschenrechte gestellt. Auf diese Weise ist er zu einem Symbol für Gerechtigkeit und zugleich für Versöhnung mit der Mehrheitsgesellschaft geworden. Zahlreiche Bücher sind bisher zum Porajmos, dem Völkermord an den Sinti und Roma, erschienen. Weitaus weniger zahlreich sind die Publikationen, die sich mit der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung Deutscher Sinti und Roma befassen. Mit diesem Band wird erstmals eine umfassende kommentierte Bilddokumentation zum Leben und Wirken von Romani Rose als Person, Menschenrechtler, Aktivist und Politiker vorgelegt.
Rüdiger Rossig sieht in Behar Heinemanns Biografie des Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, einen wichtigen Beitrag zur Geschichte einer Minderheit und ihres Kampfes um Anerkennung. Gelegentliches Pathos im Text findet der Rezensent daher verzeihlich. Zur Zeitreise in eine Bundesrepublik, die Sinti und Roma nach dem Krieg die Entschädigungsrechte verweigerte, wird der Band für Rossig ebenso wie zum Lebensbild eines Mannes, der, beeinflusst von den politischen Geschehnissen der späten sechziger Jahre, zum wichtigsten Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Deutschland wurde.
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