Mit zahlreichen Fotos. Von 1946 bis 1956 reisten auf Einladung des Schweizerischen Roten Kreuzes 44.000 unterernährte und kranke deutsche Kinder zu einem dreimonatigen Erholungsaufenthalt in die Schweiz. Insgesamt kamen von 1940 bis 1956 fast 182.000 Kinder aus ganz Europa in das Land, nach Frankreich die meisten aus Deutschland. Einzigartig daran war auch das Engagement vieler Schweizer, die die Kinder bei sich aufnahmen. Die meisten haben bis heute noch enge Kontakte zu ihrer Pflegefamilie, blieb doch die Zeit in der Schweiz ein unvergessliches Erlebnis. In diesem Band wird erstmals die bewegende Geschichte der Kinderhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes für Deutschland erzählt. Kindererinnerungen und bisher unbekannte Fotos lassen ein in der Öffentlichkeit kaum noch bekanntes humanitäres Kapitel der dunklen Nachkriegsjahre wieder lebendig werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2007
Bewegend findet der "de." zeichnende Rezensent, was der Historiker Bernd Haunfelder in diesem Buch über ein der Geschichtsschreibung "fast unbekanntes" Kapitel schweizerischer humanitärer Hilfe und christlicher Nächstenliebe aufgeschrieben hat. Die besondere Leistung Haunfelders besteht für den Rezensenten in der "analytischen" Darstellung politischer und sozialer Hintergründe einer heute verschwundenen Lebenswirklichkeit aufgrund einer sehr bescheidenen Quellenlage. Die den Text ergänzenden Erinnerungsberichte Betroffener und das Bildmaterial rühren den Rezensenten sichtlich.
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