Bernd-Olaf Küppers

Nur Wissen kann Wissen beherrschen

Macht und Verantwortung der Wissenschaft
Cover: Nur Wissen kann Wissen beherrschen
Fackelträger Verlag, Köln 2008
ISBN 9783771643607
Gebunden, 570 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Von dem Leitgedanken "Wissen ist Macht" ausgehend entwickelt Bernd-Olaf Küppers eine Philosiophie des Wissens, die das aufgeklärte wissenschaftliche Denken zum Maßstab aller Dinge macht. Wir werden uns, so die Grundthese des Buches, in der Wissensgesellschaft der Zukunft auf einen uneingeschränkten Szientismus einstellen müssen, der unter der Vorherrschaft der modernen Lebenswissenschaften die grenzenlose Manipulierbarkeit der Natur ermöglichen wird. Und wir werden es lernen müssen, den wissenschaftlichen Fortschritt nicht als Fluch, sondern als Chance zu begreifen, uns endlich von den Fesseln und Widersprüchlichkeiten eines über zweitausend Jahre alten Natur- und Menschenbildes befreien.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.08.2008

Der Vielfalt der Formen des Wissens ist sich der Rezensent bewusst. Sehr erfreut es Hubert Markl darum, dass ein gut aufgeräumter Kopf das einmal ordnet. Bernd-Olaf Küppers macht das vorzüglich, wenn wir Markl Glauben schenken, zieht eine Summe aus seiner Beschäftigung mit den Grundlagen wissenschaftlichen Wissens und liefert eine Geschichte der Philosophie der Erkenntnis von ihren Anfängen bis heute. Wenn Küppers dabei sauber Geistes- und Naturwissenschaften scheidet und die ideologischen Fährnisse des Wissens erörtert, ohne zu oft dem Zeitgeist zu huldigen oder - alte Chronistenkrankheit - zu sehr auf der Stelle zu treten, bedauert Markl schon, dass die Praxis davon wenig mitbekommen und der Leserkreis sich aus älteren Semestern im Ruhestand rekrutieren wird. So ein Leser, räumt der Rezesent ein, wird nicht alles im Band neu finden, doch hat selbst Markl mit den großen Abschnitten über Sprache, Wahheit, Methodik usw., den Ausflügen in die Physik und Evolutionsgenetik und den über 300 Literaturhinweisen genug zu tun. Erst recht, da der Autor so gut ist, Fragen offen zu lassen und keine "prädikativ zwingenden Schlüsse" zu ziehen.
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