Herausgegeben von Christa Maar, Hans Ulrich Obrist und Ernst Pöppel. In vier breit angelegten Kapiteln geht das Buch "Weltwissen - Wissenswelt" zentralen Fragen einer sich abzeichnenden neuen Wissensgesellschaft nach. Das Buch ist die um weitere Beiträge renommierter Wissenschaftler ergänzte Dokumentation des Kongresses "Envisioning Knowledge - Die Wissensgesellschaft und die neuen Medien", der am 3. und 4. Februar 1999 in München stattfand und enthält u.a. Beiträge von John Bock (Performance-Künstler), Joseph Grigley (Künstler), Thomas Hettche (Autor), W.J.T Mitchell (Anglistik und Kunstgeschichte), Marney Morris (Interaktives Design), Mihai Nadin (Computational Design), Helga Nowotny (Soziologie), Hubert Österle (Wirtschaftsinformatik), Elisabeth Schweeger (Theaterwissenschaft), Luc Steels (Künstliche Intelligenz), Semir Zeki (Hirnforschung), Francisco J. Varela (Hirnforschung), Peter Weibel (Kunst- u. Medientheorie).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.09.2000
Der Band sammelt die Beiträge einer 1999 unter dem Titel "Envisioning Knowledge" abgehaltenen Tagung. Insgesamt, stellt der Rezensent Beat Mazenauer fest, sind alle Autoren - mit Ausnahme W.J.T. Mitchells - überaus optimistisch, was die zukünftige Wissensgesellschaft angeht. Eine Rückbesinnung auf den Menschen, auf das Individuum werde stattfinden, dem neue Formen von "Wissensmanagement" zur neuen Aufgabe werden. "Anschaulich", so Mazenauer, beschreiben die versammelten Neurophysiologen, wie Wissen ebenso wie Bewusstsein aus den "Interaktionen zwischen dem Ich und seiner Umwelt" entsetehen. Ein lesenswerter Band, so der Rezensent, den freilich "ein paar Zweifel mehr und ein paar Gewissheiten weniger" noch interessanter gemacht hätten.
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