Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.10.2000
Positiv äußert sich Friedrich Prinz über das "Welfen"-Buch von Bernd Schneidmüller, das er als anschaulich und stringent erzählt beschreibt - trotz aller genealogischen und historischen Wirrnisse, die besonders die Frühzeit dieses einst so mächtigen Herrscherhauses betreffen. Statt sich beispielsweise auf letztlich ungesicherte Stammbäume zu stützen, beziehe sich der Autor vielmehr auf die neuesten Forschungen, die sich mit den komplexen Verwandschaftsverhältnissen der Vor- und Frühgeschichte befassen, lobt Prinz. Immerhin waren sich die Welfen in einer ihrerseits in Auftrag gegebenen Familiengeschichte aus dem 12. Jahrhundert sicher, dass sie direkt von den Trojanern abstammten. Damals war ihre Macht auf einem Höhepunkt angelangt, schreibt Prinz; den anderen Fürstentümern des Reiches wurden sie zu mächtig, man trug den Staufern die Königskrone an. Der Mythos ihrer Macht - mit Heinrich dem Löwen als Symbol - habe seither angehalten, meint Prinz, der insbesondere das Abschlusskapitel des Buches lobt, das sich kritisch mit der Rezeptions- und Ideologiegeschichte des Welfenbildes beschäftigt.
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