Höchst angetan ist Rezensent Konrad Heidkamp von einem Hörbuch, dass die Schauspielmusik zu Shakespeares Sturm vorstellt. Er sieht im Sturm das Selbstbildnis des Dichters als alter Mann und in der Geschichte der Interpretationen und Aufführungen "ein Lehrstück in Sachen Musik". Unter der Redaktion und Regie von Erwin Reutzel sind die Szenen seiner Meinung nach so gut zusammengefasst, dass man selbst auf eine begleitende Lektüre verzichten könne. Heidkamp gefällt auch, dass die Musik hier viel Raum bekommt, "ohne zerstückelt und als Beleg-Happen missbraucht zu werden". Besonders beachtlich findet er, dass die Kompositionen von 1607, die für hörenswert befunden, aber nicht auffindbar waren, extra eingespielt wurden. Dafür, dass keine Lücken bleiben, sorge ein umfangreiches Beiheft, informiert Heidkamp abschließend.
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