Eigentümliche Gera?usche locken den Kieler Biologieprofessor Hermann Pauli in den obersten Stock des Biologiezentrums, ins Reich des gefeierten Evolutionswissenschaftlers Frank Moebus. Dort liegt ein Mann, dessen Kopf in einem zerbrochenen Aquarium steckt, eine Scherbe hat sich tief in seine Kehle gebohrt. Kriminalhauptkommissarin Anne Detlefsen steht vor einem Ra?tsel. Geht es um die kostbaren Urzellen, auf die Moebus in der Tiefsee gestoßen ist? Eine neue Art von Leben - Größeres kann man in der Biologie kaum entdecken.
Nach dem großen Erfolg von Der Rote legt Bernhard Kegel einen neuen Wissenschaftskrimi vor, der von der Tiefsee in den Olymp der Forschung fu?hrt - und in dessen Abgru?nde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2012
Na ja, das kann der Autor auch besser, Wissenschaftskrimi. Als Beispiel führt Martin Halter Bernhard Kegels Vorgängerroman "Der Rote" an, in dem es um Riesenkraken als Karrieresprungbrett ging, wenn wir das richtig mitbekommen haben. Hier nun etwas langweiliger und etwas kleiner. Laut Halter zellenklein und sehr unspannend, leider. Es dreht sich um Schummelei und Kungelei im Wissenschaftsbetrieb, an sich interessant und aktuell, findet Halter, ebenso das inkludierte Proseminar in synthetischer Biologie. Auf den umständlichen Plotverlauf und das Moralisieren des Autors hätte aber gerne verzichtet.
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