Die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit schaffen permanent neue Normalitäten: politisch, gesellschaftlich, ökonomisch. Doch kennzeichnet eher das Klischee des weltfremden Gelehrten oder des über die Medien vermittelten "Experten" das landläufige Bild von der Wissenschaft? Was bedeutet es für unser Verständnis der Wissenschaften, wenn ihre Untersuchungen keineswegs immer zielgerichtet zum Erfolg führen? Ist es nicht geradezu zu erwarten, dass wichtige Einsichten unbedacht bleiben und Forschung keine Ergebnisse erbringt? Und wie viel Vorläufigkeit begleitet darum alle Aussagen? Die Fragen, die Christoph Hoffmann stellt, nehmen der Arbeit der Wissenschaften nichts an Bedeutung. Sie sind nicht wissenschaftskritisch, sondern darum bemüht, den Status dieser Arbeit in unserer Zeit näher zu umreißen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2013
Nicht ganz neu, aber in seiner Radikalität und Nüchternheit erstaunlich und bedenkenswert findet Urs Hafner den Essay des Wissenschaftsforschers Christoph Hoffmann über die Arbeit der Wissenschaften und ihren Nutzen. Das Tabu, Momente des Scheiterns in der Forschung aufzuzeigen, bricht der Autor scheinbar mit Schmackes, anders, als etwa Bruno Latour, der dem Scheitern laut Hafner schließlich doch stets Anteil am Fortschritt einräumt. Wenn Hoffmann den Erkenntnisfortschritt durchweg als Illusion bezeichnet, schießt er für Hafner allerdings übers Ziel hinaus. Mangel an Differenzierungswillen, konstatiert der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2013
Für Manuela Lenzen zerstreut sich bei der Lektüre von Christoph Hoffmanns Buch endgültig die Vorstellung, dass die Wissenschaft immer effizient arbeitet und allgemeingültige Ergebnisse liefert. Denn Hoffmann, so Lenzen, legt dar, dass wissenschaftliche Prozesse oft weitaus weniger zielgerichtet von Statten gehen als Außenstehenden oft vorgemacht werde. Dies beweist der Autor an Beispielen von berühmten Forschern wie Gregor Mendel, berichtet Lenzen und hebt hervor, dass Hoffmann dabei nicht die Wissenschaften per se verurteilen will, sondern lediglich die Rolle relativieren möchte, die sie in unserer Denkweise spielen.
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