Die Geschichte der Kelten reicht weiter als zweieinhalb Jahrtausende zurück, und noch heute treffen wir allenthalben auf Zeugnisse ihrer Kultur: Ringwälle, Schanzen und Hügelgräber in der freien Natur, Gebrauchsgegenstände, Schmuck, Waffen - häufig als Grabbeigaben gehoben - in den Museen. Ihr Lebensraum erstreckte sich vom Norden des heutigen Schottlands und von der Iberischen Halbinsel bis ins ferne Kleinasien. Sie erscheinen in zahlreichen antiken Schriftquellen - so in Briefen des Apostels Paulus und in Caesars Werk Über den Gallischen Krieg. All dies hat eine lebendige Detailforschung inspiriert, doch eine systematische Zusammenfassung gesicherten Wissens, wie sie mit diesem Handbuch Bernhard Maier vorlegt, hat bis jetzt gefehlt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.09.2012
Uwe Walter empfiehlt gegen die kollektive Vorstellungswelt von den Kelten empfiehlt Bernhard Maiers Handbuch. Maier tritt dem Eindruck einer homogenen, statischen Keltenkultur laut Walter entgegen, indem er den keltisch beherrschten Großräumen einzelne Kapitel widmet und darin Apekten wie ihrer jeweiligen Geschichte, der Wirtschaft, dem Siedlungswesen, der Kunst, der Sprache, der Religion und dem Verkehr nachgeht. Dass der Autor dabei systematisch gegen Verallgemeinerungen angeht, rechnet ihm Walter hoch an. Mit offenen Fragen, der etwa, warum sich die Kelten nicht wie die Griechen oder die Römer in dichterer Formation durchsetzen konnten, kann der Rezensent leben angesichts eines, wie er findet, insgesamt von souveräner Kenntnis des Materials und von Gründlichkeit in der Ausführung geprägten faktenreichen Handbuches.
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