Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2004
Auch wenn sie ihm nicht hundertprozentig zustimmt - Caroline Schnyder ist voller Lob für diese Studie zur Frühzeit der Schweizerischen Eidgenossenschaft, mit der Bernhard Stettler die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschung und Archivarbeit vorlegt. Das Wichtigste: Stettler weicht von der bislang gültigen Lehrmeinung insofern ab, als er die Eidgenossenschaft um 1400 als "lockeres, fragiles Gebilde von Bünden und Zusatzverträgen" betrachtet, das sich erst nach und nach konsolidierte und als Keimzelle einer staatlichen Struktur herauskristallisierte. Die zugehörigen Orte, so vollzieht Schnyder den zentralen Gedankengang Stettlers nach, hatten zunächst noch verschiedene Interessen. Ihr Zusammenschluss hatte also etwas von einem Zweckbündnis, das erst im Ergebnis des Alten Zürichkriegs, als Zürich sich gegen Habsburg und für die Eidgenossenschaft entscheiden musste, durch ein neues ?"gemeinsames Selbstverständnis" zusammengeschweißt wurde. Die Rezensentin hat sich von der "skeptischen Offenheit" überzeugen lassen, mit der Settler die alten Gründungsgeschichten neu aufrollt, und von seiner ?"Akribie" bei der Darstellung "komplizierter, auch europäischer Verwicklungen".
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