Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2000
Ohne sich sonderlich auf das Reizthema "Hellinger" einzulassen, beschreibt Tilman Moser dieses neue Buch des ehemaligen Ordensgeistlichen als Variation zum Thema "andächtig, gesammelt, demütig". So nämlich soll ein Therapeut sich mit seinen Patienten befassen. Moser erwähnt zwar, dass Hellinger vielen "arrogant und dogmatisch" erscheint, springt dann in seiner kurzen Besprechung aber schnell zum auch ihm längst bekannten Kern des Hellinger`schen Systems: viele Menschen sind psychisch und emotional an "verschwundene Menschen" gebunden, müssen sich durch stellvertretende Gegenüberstellung neu verstricken und dann erlösen. Das Buch, so Moser, enthält Widerholungen, was ihn aber offenbar nicht gestört hat. "Positive wie negative Faszination", schreibt er, geht von diesem Mann aus. Seine Bücher- und Videoliste, klärt Moser zum Schluss auf, umfasst alleine sechzehn Seiten.
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