Obwohl über Shakespeares elisabethanisches Publikum nur wenig bekannt ist, haben sich Kritik und Forschung immer wieder mit ihm beschäftigt. Die Vorstellungen von den frühneuzeitlichen Theaterbesuchern sind überaus unterschiedlich, immer jedoch werden sie als Erklärungshilfe herangezogen: Die Dramen weisen bestimmte Eigenarten auf, weil das zahlende Publikum in den Theatern es so wollte. Die Untersuchung zeigt auf, dass das gerade aktuelle Bild von Shakespeares ursprünglichen Zuschauern aus den Gegebenheiten der jeweiligen Gegenwart zu erklären ist. Beim Aufbau und Erhalt seines kulturellen Prestiges ist Shakespeares elisabethanisches Publikum ein entscheidender Faktor.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2007
Eine tolle Geschichte erzähle Bettina Boecker da, von der Fiktion eines mal so und mal so gearteten Shakespearepublikums seitens der Kritikerzunft. Rezensent Ralf Hertel fragt sich allerdings im zweiten Atemzug, ob nicht diese Geschichte möglicherweise eine Fiktion über Fiktionen sein könne. Wie dem auch sei, die Autorin habe ihre im Detail "interessanten Beobachtungen" leider mit zu vielen Zitaten und zu wenig Erläuterungen ausgestattet. So "zerfranse", moniert der Rezensent, eine an sich "spannende" Darstellung.
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